E Du wirst umgeleitet. Von der großen StraßeG# musst du ab, fährst kreuz und quer durch die Landschaft, und dann bleibst du stehn.A Nichts ist los, nur der Benzintank leer. Guckst dich um. Es ist Samstag nachmittag,B es ist still, es riecht nach Milch und Mist. Und die Kirchentür steht offen, und dann merkst du,E dasses noch genau wie früher ist, als man dich so wie ein Nutztier hielt,G# nur Samstagnachmittag, da warst du frei, erst um acht begann der Film, dochA vor dem Kino stand´st du schon um drei. Und du wartestest auf Marlon BrandoB und die andern Jungens aus Brooklyn, und du rauchtest so wie Richard Widmark,E standst wie Frankie wiegend in den Knien,B träumtest von der großen Stadt,E B von der Stadt, von der Stadt.E träumtest von der großen Stadt,B E von der Stadt, von der Stadt.[Verse 2] Den Benzinkanister in der Hand,G# ziehst du die Dorfstraße entlang. Und der Bauer drüben sitzt genausoA wie dein Vater dick und fest auf seiner Bank. Und genauso wie dein Vater sieht er dich nicht,B raucht und träumt von Korn und Speck. Du wirst schwindelig, und deine Hand verkrampft sich,E doch dann rauchst du einfach und siehst weg. In den Himmel zeichnet grad ein StarkampffighterG# lautlos eine weiße Maus. Ein paar Kinder hüpfen, wolln zum Beichten,A und sie tauschen ihr Sünden aus. Die Benzinzapfstelle. Und da schellst du.B Und da kommt was. Du stehst starr, mit offnem Mund: Lange schwarze Haare, Äpfel, Pflaumenhintern,E und du siehst in ihre Augen, und die träumen von der großen Stadt,B E von der Stadt, von der Stadt. [Verse 3] "Den Kanister", sagst du, "bitte voll", sie lächelt,G# "Super", fragt sie, "oder einfach", du sagst "Ja". "Es ist heiß hier", sagst du, "Och, es geht noch",A sagt sie. Ihre Eltern waren nicht da. "Nimm mich mit", hat sie gesagt. GewitterhagelB schlug die Fensterscheiben raus. Und die Fotos von den Bürschchen an den WändenE flatterten zum Fenster raus. Glocken läuten. Es ist Maiandacht.G# Schwalben zappeln lustlos überm Mist. Eine Ehrenrunde drehst du, winkst noch einmalA und glaubst wirklich, dass du sie nicht mehr vergisst. Hinterm Regenbogen, auf der großen Straße,B hupen Wagen wütend auf dich ein. Doch du fährst ganz langsam weiter, summst ein Liedchen,E lässt dich ruhig mal reaktionär sein, träumst von einem kleinen Dorf,B E einem Dorf, einem Dorf. träumst von einem kleinen Dorf,B E einem Dorf, einem Dorf. träumst von einem kleinen Dorf,B E einem Dorf, einem Dorf.
Umleitung
Franz Josef Degenhardt
- A
- B
- E
- G#
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